Für den Krieg forschen? - Veranstaltung im Annahof


Am Dienstag, den 13.11.2012 findet um 19:30 Uhr im Annahof – Hollbau, (Im Annahof 4, Augsburg) eine Veranstaltung mit dem Titel:
'Für den Krieg forschen?
Die Militarisierung des Wissenschaftsbetriebs und der Kampf für Zivilklauseln'
mit Dr. Peer Heinelt (Frankfurt/Main) -Politologe und freier Journalist- statt.

Hauptthema wird ein mittlerweile flächendeckendes Phänomen an deutschen Hochschulen sein: Militärische Forschung! Betroffen sind nicht nur die technisch-naturwissenschaftlichen Fachbereiche, sondern ebenso die Sozialwissenschaften. Die Universität Augsburg macht hier keine Ausnahme. Gleichzeitig wehren sich zahlreiche Studierende und Beschäftigte gegen die mehr oder weniger schleichende Militarisierung des Wissenschaftsbetriebs. Sie fordern sogenannte Zivilklauseln, durch die sich die jeweilige Hochschule verpflichtet, ausschließlich nicht-militärische Zwecke zu verfolgen und jegliche Kooperation mit Bundeswehr und Rüstungsindustrie zu unterlassen. 

Veranstalter sind die Initiative Friedliche Uni Augsburg und die Augsburger Friedensinitiative in Kooperation mit dem Evangelischen Forum Annahof. Der Eintritt ist frei, Spenden erwünscht.

Themenabend Zivilklausel


Diskussion - Lesung - Konzert

Am morgigen Dienstag findet um 19.30 Uhr im GrandHotel eine Veranstaltung statt. Hier die Info aus dem Programm des Friedenfests.


Die Initiative Friedliche Uni Augsburg (IFUA) besteht aus einer Gruppe von Studierenden der Universität Augsburg, die es sich zum Ziel gesetzt haben, der aktuellen Entwicklung der Universitäten - zu Ausbildungs- und Zulieferungsbetrieben für die Wirtschaft - entgegentreten. Die Initiative will dazu in Zukunft aktiv in der Hochschulpolitik auftreten. Das aktuelle Projekt der Initiative ist eine Zivilklausel in die universitäre Grundordnung aufnehmen zu lassen.
„Eine Zivilklausel ist eine Selbstverpflichtung einer Universität oder einer vergleichbaren wissenschaftlichen Einrichtung, nur für friedliche und zivile, also nicht-militärische Zwecke zu forschen und zu lehren. Dies bedeutet, dass die Universität keine Kooperationen oder Drittmittelprojekte mit der Rüstungsindustrie oder der Bundeswehr eingeht bzw. durchführt.“[1]
Am 26. Juni fand zu diesem Thema eine Studentische Universitätsvollversammlung statt. Diese sprach sich mit über 77% für die Aufnahme einer Zivil- & Transparenzklausel in die universitäre Grundordnung aus. Nun hängt es an den studentischen Vertretern und der Universitätsleitung wie und ob der Antrag in die entscheidenden Gremien eingebracht wird.
Da mit der Ansiedelung des Innovationsparks neben der Uni Augsburg auch die Stadt betroffen ist, wollen wir dieses Thema wieder aus der Uni in die Stadt tragen. Denn nicht nur der Stadtrat soll sich mit dieser Thematik befassen, sondern auch die Bürger_innen der Friedensstadt Augsburg. Mit der Aufnahme einer Zivilklausel in die Satzung des Innovationsparks würde nachhaltig das Profil der Friedensstadt Augsburg geschärft und ein wirkliches Zeichen gegen Rüstungsforschung gesetzt werden.
Der Themenabend findet am Dienstag, 31. Juli 2012 um 19.30 Uhr im Grandhotel Cosmopolis statt. Zunächst soll das Thema von jungen Schriftsteller_innen und dem Singer/Songwriterprojekt „the horse scoffing men“ aufgegriffen werden. Anschließend gibt die IFUA eine kurze Einführung in die inhaltliche Thematik, die dann in eine anschließende Publikumsdiskussion überführen wird. In den Hallen des Grandhotels soll damit eine Brücke geschlagen werden zwischen Frieden und Politik, Uni und Stadt, Initiative und Kunst.


[1] Zitiert aus dem ausführlichen Flyer der IFUA.

Zivilklausel statt Rüstungsforschung

... so lautet der Titel einer Podiumsdiskussion die am kommenden Donnerstag, 12. Juli 2012 um 18.30 Uhr im Zeughaus in Augsburg stattfindet.

Auf dem Podium werden neben  Nicole Gohlke, der Hochschulpolitischen Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag und Alexander Süßmair, MdB und Stadtrat auch ein Vertreter der Initiative Friedliche Uni Augsburg sitzen.

Wir freuen uns auf euer Kommen.

Augsburger Hohes Friedensfest 2012

Vom 20.Juli bis 08.August 2012 findet das Augsburger Hohe Friedensfest mit zahlreichen kulturellen, politischen und sportlichen Veranstaltungen statt.
Auch die Initiative friedliche Uni Augsburg wird teil nehmen.
Ort und Zeit: Di, 31. Juli um 19:30 Uhr im Grandhotel Cosmopolis. Eintritt frei

Das ganze Programmheft zum downloaden:
http://www.augsburg.de/fileadmin/www/dat/07ku/kulturbuero/Texte/PDFs/AHFneu_Katalog_gesamt_Screen_klein.pdf

Pressemitteilung: studentische Vollversammlung sagt Ja zur Zivilklausel


Am 26.06.2012 fand eine studentische Vollversammlung zum Thema „Zivilklausel“ statt. Mehr als 77 Prozent der zum Zeitpunkt der Abstimmung Anwesenden haben sich für die Verankerung einer Zivil- und Transparenzklausel in der Grundordnung der Universität Augsburg ausgesprochen. Die Vollversammlung war mit knapp 300 Studierenden leider nicht beschlussfähig. Jedoch haben sich sowohl die diesjährige Vertreterin in der Erweiterten Universitätsleitung (EULe) Lisa Kolb, als auch deren nächstjähriger Nachfolger Kevin Ansorg darauf verpflichtet das Votum der Vollversammlung anzunehmen und den Antrag dementsprechend in die EULe einzubringen.
Der Antrag beinhaltet sowohl eine Formulierung, dass sich die Universität für friedliche und zivile Forschung, Lehre und Studium verpflichtet, als auch einen Passus der die Offenlegung aller Drittmittelanträge regelt.
In der knapp dreistündigen Diskussion wurden viele Sorgen geäußert, die jedoch offensichtlich ausgeräumt werden konnten, wie das eindrucksvolle Votum belegt. Das Ergebnis zeigt, dass sich die Studierenden für eine zivile und friedliche Universität aussprechen, und hat gleichzeitig Signalcharakter an die Stadt sowie an die Universitätsmitglieder.
Mit der Forderung nach der Einführung einer Zivilklausel stehen die Studierende nicht allein: an Universitäten wie Bremen, der TU Berlin und Tübingen bestehen solche Klauseln bereits; an anderen Universitäten gab es kürzlich positive Urabstimmungen dazu, wie in Frankfurt oder Köln.
Mit dieser Vollversammlung ist das Thema nicht zum Abschluss gebracht; nun gilt es, dass alle Statusgruppen dieser Universität sich mit diesem Thema befassen. Wir müssen weiterhin einen Diskurs darüber führen und darauf achten, dass das Thema auch in die universitären Gremien Einzug hält.

Den Antragstext sowie die Begründung dazu findet Ihr rechts unter dem Menüpunkt "Vollversammlung: Antrag mit Begründung".

Antrag der Linken im Bundestag auf zivile Forschung und Lehre

In ihrem Antrag vom 21.06.2012 kritisiert die Prtei Die Linke Rüstungsforschung an öffentlichen Hochschulen. Deutschland müsse dem im Grundgesetz verankerten Auftrag zum Frieden und seiner besonderen historischen Verantwortung gerecht werden. Die Linksfraktion fordert die Bundesregierung auf, gemeinsam mit den Ländern sicher zu stellen, dass Forschung und Lehre an öffentlichen Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen ausschließlich zivilen Zwecken folgt.
Um dies zu gewährleisten, soll der Bund gemeinsam mit den Ländern flächendeckend an allen Hochschulen Zivilklauseln verankern.

Die Pressemitteilung des Bundestags:
http://www.bundestag.de/presse/hib/2012_06/2012_308/03.html

die vorläufige Fassung des Antrags der Linken:
http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/099/1709979.pdf

Studentische Vollversammlung zur Zivilklausel

Am Dienstag, den 26. Juni findet um 15:00 eine studentische Vollversammlung in der Mensa statt.
Hauptthema ist dabei die Zivilklausel. Es soll dabei sowohl um eine inhaltliche Auseinandersetzung gehen, als auch um die Frage (und letztendlich Abstimmung) ob wir als Studierenden eine Zivilklausel an der Universität Augsburg haben möchten.
Die studentische Vollversammlung ist das höchste beschlussfassende Organ der Studierenden. Um beschlussfähig zu sein, brauchen wir 883 Studierende!

Deshalb KOMMT ALLE ZUR VOLLVERSAMMLUNG!

40,0te Konferenz der Informatikfachschaften - JA zur Zivilklausel

Die 40,0te Konferenz der Informatikfachschaften in Ulm positioniert sich zu Kriegsforschung.
In einem Konensbeschluss spricht sie sich für den friedliche Charakter von Forschung aus und erachtet als besonders geeignetes Mittel eine Zivilklausel.

Die Resolution:
http://kif.fsinf.de/wiki/KIF400:Resolutionen/Kriegsforschung

Podiumsdiskussion "Zwischen Ethik und Wirtschaftlichkeit - Die Rolle der Universität in der Gesellschaft"

21. Juni 2012
Uhrzeit: 18:00 Uhr
Raum 1009, Jura (Gebäude H)

Die Diskussion um eine Zivilklausel tangiert zutiefst die Frage nach der ethischen Verantwortung der Wissenschaft und die Definition der Rolle der Universität in der Gesellschaft.
Wo liegen ethische Grenzen, die nicht überschritten werden dürfen? Wie kann Wissenschaft ihre gesellschaftliche Verantwortung, gerade auch angesichts des zunehmenden Zwangs, "wirtschaftlich" zu agieren, wahr nehmen? Wo stehen wir in Augsburg und wo wollen wir hin?
Diese und andere Fragen sollen auf dieser Veranstaltung diskutiert werden.

Referent_innen:
Frau Prof. Sabine Doering-Manteuffel, Universitätspräsidentin Augsburg
Herr Prof. Reiner Keller, Lehrstuhl Soziologie
Herr Prof. Horn (Institut für Material and Ressource Management)
Frau Nadja Brach*, Studentin (Maschinenbau), USTA Karlsruher Institut für Technologie und Inititative gegen Militärforschung an Universitäten
Herr Michael Lippok, Magister Philosophie, Initiative friedliche Uni Augsburg


Moderation:
Herr Prof. Christoph Weller


Diese Veranstaltung wird organisiert in einer Kooperation mit dem AStA Universität Augsburg.

Vortrag: Zivilklausel und Dual-Use Problematik

Dienstag, 05. Juni 2012
Uhrzeit: 18:00
Raum 2045 N (Informatik-Fakultät)

Die Umsetzung einer Zivilklausel steht oft vor dem Dilemma, dass wissenschaftliche Erkenntnisse sowohl zivil als auch militärisch nutzbar sind. Diese Tatsache wird regelmäßig auch als Argument gegen eine Zivilklausel verwendet.
Ob diese doppelte Nutzbarkeit (Dual Use) tatsächlich ein unlösbares Problem ist und wie damit umgegangen werden kann, erläutert Ralf Streibl, Dipl. Psychologe an der Uni Bremen und Mitglied im Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung.
Die Universität Bremen hat seit 1986 eine Zivilklausel in ihrer Grundordnung verankert.

Dieser Vortrag ist Teil der Vortragsreihe, die in einer Kooperation zwischen dem AStA der Universität Augsburg und der Initiative friedliche Uni Augsburg organisiert wird.


Eine gut Einführung in die Dual Use-Problematik gibt der Flyer des AK Zivilklausel Uni Köln: http://www.zivilklausel.uni-koeln.de/faltblatt_es-gaebe-genug.pdf