Veranstaltung: Forschen für Krieg und Frieden - Brauchen Hochschulen eine Zivilklausel?

Do, 28.11.2013, 20 Uhr, Annahof – Hollbau, Im Annahof 4, Augsburg
Forschen für Krieg und Frieden - Brauchen Hochschulen eine Zivilklausel?
mit der Initiative Friedliche Uni Augsburg und jungen Augsburger Künstlern und Künstlerinnen

Mit der Einführung einer Zivilklausel würden Universitäten und Hochschulen verpflichtet, nur für friedliche, also nicht-militärische, Zwecke zu forschen. Über die Richtigkeit und den Sinn einer Einführung so einer Zivilklausel wird bundesweit und auch in Augsburg debattiert. Dieser Abend gibt einen inhaltlichen und musikalisch geprägten Einblick in die Thematik Zivilklausel, wobei grundlegende Fragen beantwortet, sowie über die aktuelle Lage in Augsburg aufgeklärt wird. Es bleibt genügend Raum für Diskussionen, Fragen und Anregungen.
Der Eintritt ist frei, Spenden sind willkommen.
Veranstalter: Initiative Friedliche Uni Augsburg, Augsburger Friedensinitiative in Kooperation mit dem Evangelischen Forum Annahof

Flyer - Kompaktinfo-Zivilklausel



Wer wir sind

Wir sind eine Initiative, die sich für die Einführung einer Zivilklausel, also einer freiwilligen Selbstverpflichtung zu ausschließlich ziviler und friedlicher Forschung an der Universität Augsburg einsetzt.

Was ist eine Zivilklausel?

Die Zivilklausel (von zivil = bürgerlich, unmilitärisch, und Klausel = Einzelbestimmung in einem Vertragswerk, englisch Civil Clause) ist eine Selbstverpflichtung von wissenschaftlichen Einrichtungen wie Universitäten, ausschließlich für zivile Zwecke zu forschen und zu lehren.

Zivilklausel-Formulierung

Uni Augsburg
Die von der Initiative Friedliche Uni Augsburg (IFUA) eingereichte Formulierung einer Zivilklausel wurde auf einer (nicht beschlussfähigen) Vollversammlung der Studierenden mit 77% Zustimmung bestätigt. Diese Formulierung wurde in der Erweiterten Universitätsleitung (EUle) nicht thematisiet und ist dadurch auch nicht bindend in der universiätren Grundordnung enthalten.

(1) Die Universität Augsburg ist eine Universität, an der Lehre,Forschung und Studium ausschließlich zivilen und friedlichen Zwecken dienen.
(2) Unter besonderer Berücksichtigung der Frage, ob zivile Zwecke verfolgt werden, sind alle Drittmittel in Bezug auf Drittmittelgeber, Zeitraum, Projektverantwortliche, Finanzvolumen nach Drittmittelgeber, Zielsetzung und Fragestellung vor Beginn des Projekts öffentlich bekannt zu geben.


Gegenargumente

 

1. Kooperation mit der Bundeswehr als demokratisch legitimierte Einrichtung
2. Einschränkung der Wissenschaftsfreiheit
3. Die Dual-Use-Problematik
4. Zivilklausel als Standortnachteil

 

Zivilklausel-Beitrag auf Radio LORA

Am Montag abend, 4.11.2013, zwischen 20 und 21Uhr sendet Radio LORA einen Beitrag zum Thema "Kriegsforschung, nein danke! Der Widerstand gegen die Militarisierung der Unis". Auch ein Beitrag der IFUA ist dabei.
Live reinhören unter folgendem Link:
http://lora924.de/?page_id=7853#LIVE

Seminar "Wissenschafts-Ethik: Lektüre aktueller Texte" (Prof. Weller, Prof Schröer) im WiSe13/14

Seminarempfehlung für Kurzentschlossene!

Prof. Weller (Friedens- und Konfliktforschung) bietet dieses Semester ein Seminar zur ethischen Verantwortung der Wissenschaft an. Unter dem Titel "Wissenschafts-Ethik: Lektüre aktueller Texte" widmet sich das Seminar den mit Forschung und wissenschaftlicher Arbeit verbundenen ethischen Fragestellungen. (s. digicampus)
Das Seminar findet Montags, 15.45 - 17.15Uhr in Raum 2117 statt und ist offen für Interessierte aller Studiengänge!

Das Seminar ist sicherlich eine bereichernde Ergänzung eures Stundenplanes!!

Dokumentation Zivilklauseltagung

Am 29. Juni 2013 fand in München eine bayernweite Tagung von ver.di und GEW statt mit dem Titel "Widerstand in Bayern bündeln! Zivilklauseln verankern! Kooperationsvereinbarung kündigen!"
Diese spannende Tagung mit vielen informativen Vorträgen wurde nun aufs Papier gebracht und dokumentiert.
Unter folgendem Link könnt ihr die Beiträge der Rednerinnen und Redner nachlesen. Viel Spaß beim Lesen!
http://www.gew-bayern.de/uploads/media/20130629TagungDok.pdf

Unterschriftenkampagne "Lernen für den Frieden"

Die Initiative Friedliche Uni Augsburg unterstützt die Kampagne  "Lernen für den Frieden" gegen Rüstungsindustrie und Militär in Bildungseinrichtungen.
Nähere Informationen über die Kampagne finden sich auf der homepage: http://www.lernenfuerdenfrieden.de/
In der "jungen Welt" findet sich außerdem ein Interview mit einem der Initiatoren der Kampagne.
Wer die Kampagne unterstützen will und sich dadurch für eine friedliche und zivile Bildung aussprechen will, kann sich Listen von der Homepage ausdrucken und sich dort eintragen und weitere Untersschriften sammeln. Die Listen können gerne auch bei uns abgeben werden.