Stellungnahme der Fachschaft Lehramt zur Zivil- und Transparenzklausel
Die Fachschaft Lehramt der Universität Augsburg spricht sich für die Aufnahme einer Zivil- und
Transparenzklausel in die Grundordnung der Universität Augsburg aus.
Die Universität ist ein Ort freier Bildung und demokratischer Partizipation und Mitbestimmung. Das in
ihr generierte Wissen muss frei zur Verfügung gestellt werden und dem Wohle der Menschheit die-
nen. Diese Grundsätze werden durch die Einführung einer Zivil- und Transparenzklausel nicht nur
gewahrt, sondern auch gefördert.
Als Fachschaft Lehramt möchten wir die Bedeutung der Zivil- und Transparenzklausel für eine die
Lehrerbildung betonen:
Laut Bayerischer Verfassung ist es die Aufgabe einer Lehrkraft, Schülerinnen und Schüler im Geist
der Demokratie und der Völkerverständigung zu mündigen, verantwortungsbewussten und kritisch
denkenden Persönlichkeiten zu erziehen. Um diesem Anspruch im späteren Berufsleben gerecht
werden zu können, muss bereits in der Lehrerbildung und damit an der Universität die notwendige
Grundlage geschaffen werden.
Um dem Ideal der Demokratie und der Völkerverständigung gerecht zu werden, müssen Forschung,
Lehre und Studium nach demokratischen Grundsätzen und ausschließlich für zivile Zwecke erfolgen.
Dies wird durch eine Zivil- und Transparenzklausel gewährleistet.
Außerdem wird dadurch der Diskurs über die ethische Verantwortung von Wissenschaft und Bildung
für alle Mitglieder der Universität unabdingbar. Da dieser Diskurs Verantwortungsübernahme und
kritisches Reflektieren notwendig macht und somit fördert, werden angehende Lehrkräfte befähigt,
ihren zukünftigen Bildungs- und Erziehungsauftrag in der Schule wahrzunehmen, wie er in der Ver-
fassung festgehalten ist.
Daher fordern wir, die Fachschaft Lehramt, die Aufnahme einer Zivil- und Transparenzklausel in die
Grundordnung der Universität Augsburg. Wir fordern, dass das Meinungsbild der studentischen Voll-
versammlung vom 26.06.2012, die sich mit einer 77%-igen Mehrheit für die Einführung einer Zivil-
und Transparenzklausel an der Universität Augsburg aussprach, Beachtung findet und durch die
studentischen Vertreter in die zuständigen Gremien eingebracht wird.
Wir sind eine Initiative, die sich für die Einführung einer Zivilklausel, also einer freiwilligen Selbstverpflichtung zu ausschließlich ziviler und friedlicher Forschung an der Universität Augsburg einsetzt.
Stellungnahme der Fachschaft Lehramt
Stellungnahme der Fachschaft evangelische Theologie Uni Augsburg
Die Fachschaft evangelische Theologie an der Universität Augsburg spricht sich ebenfalls für die Einführung einer Zivilklausel aus und teilt mit uns die Forderung nach Transparenz:
Stellungnahme zur Einführung einer Zivil- und Transparenzklausel
Die Fachschaft evangelische Theologie spricht sich mehrheitlich für die Einführung einer Zivil- und
Transparenzklausel in die Grundordnung der Universität Augsburg aus. Wir treten dafür ein, dass
Lehre, Studium und Forschung an der Universität Augsburg ausschließlich zivilen und friedlichen
Zwecken dienen soll und befürworten außerdem die Offenlegung aller Drittmittelanträge.
Stellungnahme der grünen Hochschulgruppe Augsburg
Wir freuen uns über die Stellungnahme der grünen Hochschulgruppe, die wir hier im Volltext zitieren wollen:
Die GHG-Augsburg spricht sich für eine Zivilklausel in der GO der Universität Augsburg aus. Besondere Brisanz hat das Thema Zivilklausel durch den geplanten Innovationspark erhalten, in dem auch große Rüstungsunternehmen angesiedelt werden sollen. Das Konzept des Parks sieht eine enge Kooperation der Universität mit den Einrichtungen und Unternehmen des Innovationsparks vor. Durch eine Zivilklausel würde sich die Universität selbst verpflichten, nur für zivile Zwecke zu forschen. Die GHG setzt sich für die Einführung einer solchen Klausel ein. Zweifellos bietet der Innovationspark viele Vorteile für die Studierenden, sowie für die ganze Stadt. Allerdings dürfen dabei nicht moralische und ethische Aspekte vernachlässigt werden. Zu Beginn steht die Frage, ob die Universität als Einrichtung zur Wissensvermittlung und Bildungsort für viele junge Menschen unter dem Primat der “Freiheit der Forschung” mit Rüstungsunternehmen verknüpft werden sollte. Trägt die Universität nicht gerade durch diesen Grundsatz eine große Verantwortung, sich kritisch mit den Inhalten ihrer Wissenschaften auseinanderzusetzen? Fakt ist, dass die Uni ohne eine Zivilklausel Unternehmen unterstützt und mit ihnen zusammenarbeitet, welche vom Krieg profitieren. Verbunden hiermit ist die politische Einflussnahme durch Waffenlobbyismus, welche in unseren Augen für eine Universität nicht tragbar ist. Auch durch eine zivile Nutzung des Innovationsparks entstehen neue Arbeitsplätze und Vorteile für den “Innovationsstandort Augsburg”, welche die GHG ausdrücklich begrüßt. Es ist aber absolut kritisch zu hinterfragen, ob Arbeitsplätze und Profit um jeden Preis geschaffen werden sollen und dabei die moralische Verantwortung aus den Augen verloren wird. An anderen Universitäten, in Tübingen und Berlin zum Beispiel, ist eine Zivilklausel übrigens schon lange Realität.Zur Stellungnahme auf der Homepage der grünen Hochschulgruppe
Stellungnahme zur Entscheidung des Wirtschaftsausschusses
Die Initiative Friedliche
Uni Augsburg begrüßt das Engagement der Stadtratsfraktion der
Grünen für eine zivile Ausrichtung des Innovationsparks. Dazu Leo
Selinger von der Initiative: "Ein Hauptgrund für den Start der
Initiative zur Einführung einer Zivilklausel an der Uni war und ist
es der befürchteten Ausrichtung des Innovationsparks
entgegenzuwirken, die auch die Ansiedlung
namhafter Rüstungsunternehmen in direkter Nähe zum Campus der
Universität vorsieht. Die ursprünglichen Ansätze zu
Umwelttechnologien und Ressourceneffizienz sind jetzt in den
Hintergrund getreten." Mit dem Innovationspark besteht
für die Universität die Gefahr, in die Rolle eines Zulieferbetriebs
für Ausbildung und Forschung zu geraten, stattdessen braucht es eine
Stärkung der Autonomie der Universität und das eindeutige
Bekenntnis zu ausschließlich ziviler und friedlicher Forschung und
Lehre. Deswegen ist sowohl die nun im Wirtschaftsausschuss
beschlossene Präambel des Innovationsparks, in der "wichtige
Impulse für eine nachhaltige und zivile Entwicklung der
Gesellschaft" postuliert werden, als auch die im Begründungstext
Abschnitt 1.1 genannte Forderung, "dass zivile Forschungs- und
Entwicklungsprojekte im Mittelpunkt stehen" müssen, noch nicht
ausreichend – sicherlich jedoch ein Ausgangspunkt für eine
weiterführende Diskussion im Stadtrat, den Gremien des
Innovationsparks und der Bürgerschaft.
Die Initiative setzt sich
weiterhin für die Einführung einer Zivilklausel an der Universität
ein, denn damit wird sie ihrem Leitbild "Scientia et
Conscientia" (Wissenschaft und Verantwortung) erst wirklich
gerecht.
Für den Krieg forschen? - Veranstaltung im Annahof
Am Dienstag,
den 13.11.2012 findet um 19:30 Uhr im Annahof – Hollbau, (Im Annahof 4, Augsburg) eine Veranstaltung mit dem Titel:
'Für den Krieg forschen?
Die Militarisierung des Wissenschaftsbetriebs und der Kampf
für Zivilklauseln'
mit Dr. Peer Heinelt (Frankfurt/Main) -Politologe und freier Journalist- statt.
Hauptthema wird ein mittlerweile flächendeckendes Phänomen an deutschen
Hochschulen sein: Militärische
Forschung! Betroffen sind nicht nur die technisch-naturwissenschaftlichen
Fachbereiche, sondern ebenso die Sozialwissenschaften. Die Universität Augsburg
macht hier keine Ausnahme. Gleichzeitig wehren sich zahlreiche Studierende und
Beschäftigte gegen die mehr oder weniger schleichende Militarisierung des
Wissenschaftsbetriebs. Sie fordern sogenannte Zivilklauseln, durch die sich die
jeweilige Hochschule verpflichtet, ausschließlich nicht-militärische Zwecke zu
verfolgen und jegliche Kooperation mit Bundeswehr und Rüstungsindustrie zu
unterlassen.
Veranstalter sind die Initiative Friedliche Uni Augsburg und die Augsburger Friedensinitiative in
Kooperation mit dem Evangelischen Forum Annahof. Der Eintritt ist frei, Spenden erwünscht.
Themenabend Zivilklausel
Diskussion - Lesung - Konzert
Am morgigen Dienstag findet um 19.30 Uhr im GrandHotel eine Veranstaltung statt. Hier die Info aus dem Programm des Friedenfests.
Die Initiative Friedliche Uni
Augsburg (IFUA) besteht aus einer Gruppe von Studierenden der Universität
Augsburg, die es sich zum Ziel gesetzt haben, der aktuellen Entwicklung der
Universitäten - zu Ausbildungs- und Zulieferungsbetrieben
für die Wirtschaft - entgegentreten. Die Initiative will dazu in Zukunft
aktiv in der Hochschulpolitik auftreten. Das aktuelle Projekt der Initiative
ist eine Zivilklausel in die universitäre Grundordnung aufnehmen zu lassen.
„Eine Zivilklausel ist eine
Selbstverpflichtung einer Universität oder einer vergleichbaren
wissenschaftlichen Einrichtung, nur für friedliche und zivile, also
nicht-militärische Zwecke zu forschen und zu lehren. Dies bedeutet, dass die Universität
keine Kooperationen oder Drittmittelprojekte mit der Rüstungsindustrie oder der
Bundeswehr eingeht bzw. durchführt.“[1]
Am 26. Juni fand zu diesem Thema
eine Studentische Universitätsvollversammlung statt. Diese sprach sich mit über
77% für die Aufnahme einer Zivil- & Transparenzklausel in die universitäre
Grundordnung aus. Nun hängt es an den studentischen Vertretern und der
Universitätsleitung wie und ob der Antrag in die entscheidenden Gremien
eingebracht wird.
Da mit der Ansiedelung des
Innovationsparks neben der Uni Augsburg auch die Stadt betroffen ist, wollen
wir dieses Thema wieder aus der Uni in die Stadt tragen. Denn nicht nur der
Stadtrat soll sich mit dieser Thematik befassen, sondern auch die Bürger_innen
der Friedensstadt Augsburg. Mit der Aufnahme einer Zivilklausel in die Satzung
des Innovationsparks würde nachhaltig das Profil der Friedensstadt Augsburg
geschärft und ein wirkliches Zeichen gegen Rüstungsforschung gesetzt werden.
Der Themenabend findet am Dienstag,
31. Juli 2012 um 19.30 Uhr im Grandhotel Cosmopolis statt. Zunächst soll das
Thema von jungen Schriftsteller_innen und dem Singer/Songwriterprojekt „the
horse scoffing men“ aufgegriffen werden. Anschließend gibt die IFUA eine kurze
Einführung in die inhaltliche Thematik, die dann in eine anschließende
Publikumsdiskussion überführen wird. In den Hallen des Grandhotels soll damit
eine Brücke geschlagen werden zwischen Frieden und Politik, Uni und Stadt,
Initiative und Kunst.
Zivilklausel statt Rüstungsforschung
... so lautet der Titel einer Podiumsdiskussion die am kommenden Donnerstag, 12. Juli 2012 um 18.30 Uhr im Zeughaus in Augsburg stattfindet.
Auf dem Podium werden neben Nicole Gohlke, der Hochschulpolitischen Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag und Alexander Süßmair, MdB und Stadtrat auch ein Vertreter der Initiative Friedliche Uni Augsburg sitzen.
Wir freuen uns auf euer Kommen.
Auf dem Podium werden neben Nicole Gohlke, der Hochschulpolitischen Sprecherin der Fraktion Die Linke im Bundestag und Alexander Süßmair, MdB und Stadtrat auch ein Vertreter der Initiative Friedliche Uni Augsburg sitzen.
Wir freuen uns auf euer Kommen.
Augsburger Hohes Friedensfest 2012
Auch die Initiative friedliche Uni Augsburg wird teil nehmen.
Ort und Zeit: Di, 31. Juli um 19:30 Uhr im Grandhotel Cosmopolis. Eintritt frei
Das ganze Programmheft zum downloaden:
http://www.augsburg.de/fileadmin/www/dat/07ku/kulturbuero/Texte/PDFs/AHFneu_Katalog_gesamt_Screen_klein.pdf
Pressemitteilung: studentische Vollversammlung sagt Ja zur Zivilklausel
Am 26.06.2012 fand eine studentische
Vollversammlung zum Thema „Zivilklausel“ statt. Mehr als 77
Prozent der zum Zeitpunkt der Abstimmung Anwesenden haben sich für
die Verankerung einer Zivil- und Transparenzklausel in der
Grundordnung der Universität Augsburg ausgesprochen. Die
Vollversammlung war mit knapp 300 Studierenden leider nicht
beschlussfähig. Jedoch haben sich sowohl die diesjährige
Vertreterin in der Erweiterten Universitätsleitung (EULe) Lisa Kolb,
als auch deren nächstjähriger Nachfolger Kevin Ansorg darauf
verpflichtet das Votum der Vollversammlung anzunehmen und den Antrag
dementsprechend in die EULe einzubringen.
Der Antrag beinhaltet sowohl eine
Formulierung, dass sich die Universität für friedliche und zivile
Forschung, Lehre und Studium verpflichtet, als auch einen Passus der
die Offenlegung aller Drittmittelanträge regelt.
In der knapp dreistündigen Diskussion
wurden viele Sorgen geäußert, die jedoch offensichtlich ausgeräumt
werden konnten, wie das eindrucksvolle Votum belegt. Das Ergebnis
zeigt, dass sich die Studierenden für eine zivile und friedliche
Universität aussprechen, und hat gleichzeitig Signalcharakter an die
Stadt sowie an die Universitätsmitglieder.
Mit der Forderung nach der Einführung
einer Zivilklausel stehen die Studierende nicht allein: an
Universitäten wie Bremen, der TU Berlin und Tübingen bestehen
solche Klauseln bereits; an anderen Universitäten gab es kürzlich
positive Urabstimmungen dazu, wie in Frankfurt oder Köln.
Mit dieser Vollversammlung ist das
Thema nicht zum Abschluss gebracht; nun gilt es, dass alle Statusgruppen dieser Universität sich mit diesem Thema befassen. Wir müssen weiterhin einen Diskurs darüber führen und darauf achten, dass das
Thema auch in die universitären Gremien Einzug hält.
Den Antragstext sowie die Begründung dazu findet Ihr rechts unter dem Menüpunkt "Vollversammlung: Antrag mit Begründung".
Antrag der Linken im Bundestag auf zivile Forschung und Lehre
In ihrem Antrag vom 21.06.2012 kritisiert die Prtei Die Linke Rüstungsforschung an öffentlichen Hochschulen. Deutschland müsse dem im Grundgesetz verankerten Auftrag zum Frieden und
seiner besonderen historischen Verantwortung gerecht werden. Die Linksfraktion fordert die Bundesregierung auf, gemeinsam mit den Ländern sicher zu stellen, dass Forschung und Lehre an öffentlichen Hochschulen und
außeruniversitären Forschungseinrichtungen ausschließlich zivilen
Zwecken folgt.
Um dies zu gewährleisten, soll der Bund gemeinsam mit den Ländern flächendeckend an allen Hochschulen Zivilklauseln verankern.
Die Pressemitteilung des Bundestags:
http://www.bundestag.de/presse/hib/2012_06/2012_308/03.html
die vorläufige Fassung des Antrags der Linken:
http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/099/1709979.pdf
Um dies zu gewährleisten, soll der Bund gemeinsam mit den Ländern flächendeckend an allen Hochschulen Zivilklauseln verankern.
Die Pressemitteilung des Bundestags:
http://www.bundestag.de/presse/hib/2012_06/2012_308/03.html
die vorläufige Fassung des Antrags der Linken:
http://dipbt.bundestag.de/dip21/btd/17/099/1709979.pdf
Studentische Vollversammlung zur Zivilklausel
Am Dienstag, den 26. Juni findet um 15:00 eine studentische Vollversammlung in der Mensa statt.
Hauptthema ist dabei die Zivilklausel. Es soll dabei sowohl um eine inhaltliche Auseinandersetzung gehen, als auch um die Frage (und letztendlich Abstimmung) ob wir als Studierenden eine Zivilklausel an der Universität Augsburg haben möchten.
Die studentische Vollversammlung ist das höchste beschlussfassende Organ der Studierenden. Um beschlussfähig zu sein, brauchen wir 883 Studierende!
Deshalb KOMMT ALLE ZUR VOLLVERSAMMLUNG!
Hauptthema ist dabei die Zivilklausel. Es soll dabei sowohl um eine inhaltliche Auseinandersetzung gehen, als auch um die Frage (und letztendlich Abstimmung) ob wir als Studierenden eine Zivilklausel an der Universität Augsburg haben möchten.
Die studentische Vollversammlung ist das höchste beschlussfassende Organ der Studierenden. Um beschlussfähig zu sein, brauchen wir 883 Studierende!
Deshalb KOMMT ALLE ZUR VOLLVERSAMMLUNG!
40,0te Konferenz der Informatikfachschaften - JA zur Zivilklausel
Die 40,0te Konferenz der Informatikfachschaften in Ulm positioniert sich zu Kriegsforschung.
In einem Konensbeschluss spricht sie sich für den friedliche Charakter von Forschung aus und erachtet als besonders geeignetes Mittel eine Zivilklausel.
Die Resolution:
http://kif.fsinf.de/wiki/KIF400:Resolutionen/Kriegsforschung
In einem Konensbeschluss spricht sie sich für den friedliche Charakter von Forschung aus und erachtet als besonders geeignetes Mittel eine Zivilklausel.
Die Resolution:
http://kif.fsinf.de/wiki/KIF400:Resolutionen/Kriegsforschung
Podiumsdiskussion "Zwischen Ethik und Wirtschaftlichkeit - Die Rolle der Universität in der Gesellschaft"
21. Juni 2012
Uhrzeit: 18:00 Uhr
Raum 1009, Jura (Gebäude H)
Referent_innen:
Frau Prof. Sabine Doering-Manteuffel, Universitätspräsidentin Augsburg
Herr Prof. Reiner Keller, Lehrstuhl Soziologie
Herr Prof. Horn (Institut für Material and Ressource Management)
Frau Nadja Brach*, Studentin (Maschinenbau), USTA Karlsruher Institut für Technologie und Inititative gegen Militärforschung an Universitäten
Herr Michael Lippok, Magister Philosophie, Initiative friedliche Uni Augsburg
Moderation:
Herr Prof. Christoph Weller
Diese Veranstaltung wird organisiert in einer Kooperation mit dem AStA Universität Augsburg.
Uhrzeit: 18:00 Uhr
Raum 1009, Jura (Gebäude H)
Die Diskussion um eine Zivilklausel tangiert zutiefst die Frage nach der ethischen Verantwortung der Wissenschaft und die Definition der Rolle der Universität in der Gesellschaft.
Wo liegen ethische Grenzen, die nicht überschritten werden dürfen? Wie kann Wissenschaft ihre gesellschaftliche Verantwortung, gerade auch angesichts des zunehmenden Zwangs, "wirtschaftlich" zu agieren, wahr nehmen? Wo stehen wir in Augsburg und wo wollen wir hin?
Diese und andere Fragen sollen auf dieser Veranstaltung diskutiert werden.
Referent_innen:
Frau Prof. Sabine Doering-Manteuffel, Universitätspräsidentin Augsburg
Herr Prof. Reiner Keller, Lehrstuhl Soziologie
Herr Prof. Horn (Institut für Material and Ressource Management)
Frau Nadja Brach*, Studentin (Maschinenbau), USTA Karlsruher Institut für Technologie und Inititative gegen Militärforschung an Universitäten
Herr Michael Lippok, Magister Philosophie, Initiative friedliche Uni Augsburg
Moderation:
Herr Prof. Christoph Weller
Diese Veranstaltung wird organisiert in einer Kooperation mit dem AStA Universität Augsburg.
Vortrag: Zivilklausel und Dual-Use Problematik
Dienstag, 05. Juni 2012
Uhrzeit: 18:00
Raum 2045 N (Informatik-Fakultät)
Dieser Vortrag ist Teil der Vortragsreihe, die in einer Kooperation zwischen dem AStA der Universität Augsburg und der Initiative friedliche Uni Augsburg organisiert wird.
Eine gut Einführung in die Dual Use-Problematik gibt der Flyer des AK Zivilklausel Uni Köln: http://www.zivilklausel.uni-koeln.de/faltblatt_es-gaebe-genug.pdf
Uhrzeit: 18:00
Raum 2045 N (Informatik-Fakultät)
Die Umsetzung einer Zivilklausel steht oft vor dem Dilemma, dass wissenschaftliche Erkenntnisse sowohl zivil als auch militärisch nutzbar sind. Diese Tatsache wird regelmäßig auch als Argument gegen eine Zivilklausel verwendet.
Ob diese doppelte Nutzbarkeit (Dual Use) tatsächlich ein unlösbares Problem ist und wie damit umgegangen werden kann, erläutert Ralf Streibl, Dipl. Psychologe an der Uni Bremen und Mitglied im Forum InformatikerInnen für Frieden und gesellschaftliche Verantwortung.
Die Universität Bremen hat seit 1986 eine Zivilklausel in ihrer Grundordnung verankert.
Dieser Vortrag ist Teil der Vortragsreihe, die in einer Kooperation zwischen dem AStA der Universität Augsburg und der Initiative friedliche Uni Augsburg organisiert wird.
Eine gut Einführung in die Dual Use-Problematik gibt der Flyer des AK Zivilklausel Uni Köln: http://www.zivilklausel.uni-koeln.de/faltblatt_es-gaebe-genug.pdf
Podiumsdiskussion zum Innovationspark - Impulsreferat Fachforum Nachhaltige Stadtentwicklung
Peter Feininger, Vetreter des Fachforums Nachhaltige Stadtentwicklung, hat freundlicherweise seinen Vortrag zur Verfügung gestellt. Vielen Dank!
Impulsreferat eines Vertreters des Fachforums
Nachhaltige Stadtentwicklung bei der Podiumsdiskussion zum Augsburger
Innovationspark: Idee und Zukunft des Innovationsparks, Universität
Augsburg, 16. Mai 2012
Liebe Anwesende,
wir, d.h. das Fachforum Nachhaltige
Stadtentwicklung der Lokalen Agenda 21 –
für ein zukunftsfähiges Augsburg freuen uns über die freundliche
Einladung zu dieser Veranstaltung durch den AStA und die Initiative
friedliche Uni Augsburg.
Unser
Fachforum kritisierte die Pläne für den Innovationspark mit
als erstes – aus ökologischen, städtebaulichen und vor allem auch
friedenspolitischen Gesichtspunkten heraus. Im einzelnen können
unsere Stellungnahmen an das Stadtplanungsamt auf der Webseite
www.forumaugsburg.de nachgelesen werden. Stadträte der Linken und
der Grünen griffen unsere Kritik erfreulicherweise auf.
Momentan
haben wir eine ungeklärte
und undurchsichtige Situation. Auf der einen Seite ist die Stadt
Augsburg durch einen Stadtratsbeschluss von 2004 ganz allgemein auf
das Friedensziel verpflichtet. Auch konnte im Wirtschaftsausschuss
heuer verhindert werden, dass eine Zivilklausel für den
Innovationspark abgelehnt wird. Aber in der Zwischenzeit schaffen der
Freistaat Bayern, die Kommunalverwaltung, die
Unternehmerorganisationen und die Industrie, v.a. die
Rüstungskonzerne, aber auch die Universitätsverwaltung Fakten.
Es ist absehbar, wann die beiden
Forschungsinstitute der Fraunhofer-Gesellschaft und der Deutschen
Gesellschaft für Luft- und Raumfahrt fertiggestellt sind, beides
Gesellschaften mit heimlicher oder unheimlicher Nähe zum
Bundesministerium für Verteidigung und zur Rüstungsbranche.
Das
Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt betrachtet die
Sicherheitsforschung als Querschnittsaufgabe, die alle Forschungs-
und Entwicklungsbereiche umfasst, d.h. alle Bereiche des DLR haben
auch sicherheits- und verteidigungspolitische Bedeutung, sind also
militarisiert.
Die
Fraunhofer-Projektgruppe „Funktionsintegrierter Leichtbau“
entwickelt zum Beispiel zusammen mit Personal von Premium Aerotec und
Eurocopter ein vollautomatisches Fertigungsverfahren für große
CFK-Bauteile, also kohlefaserverstärkte Kunststoffteile. Kern der
Technologie ist ein Roboter mit einem Legekopf.
Auf was ich mit diesem Beispiel hinaus will, ist
auch, dass diese Verfahren ganz speziell für die verschiedenen
Fertigungszwecke, seien es Automobile, Militärfahrzeuge, zivile oder
militärische Hubschrauber- und Flugzeugmodelle, entwickelt werden.
Das heißt, das Dual Use-Problem ist oft ein vorgeschobenes. Ab einer
gewissen Entwicklungs- oder Produktionsstufe ist der Verwendungszweck
nicht mehr doppelt, sondern entweder zivil oder
militärisch.
Die Stadt schreibt in ihrem Antrag vom Februar im
Wirtschaftsausschuss: „Problematisch wird zudem insbesondere auch
die effiziente Kontrollierbarkeit einer Zivilklausel beurteilt.“
Dieses Problem wäre lösbar, wenn man von den Firmen und Instituten
auf dem Innovationspark oder an der Universität den eindeutigen
Nachweis verlangt, dass das beabsichtigte Entwicklungs- oder
Forschungsziel nicht militärischen Zwecken dient, sondern
ausschließlich zivilen.
Der
nächste Schritt ist das Technologiezentrum, das als „Keimzelle“
des Innovationsparks gilt. Obwohl die interessierten Firmen geheim
gehalten werden, werden SGL Carbon, MT Aerospace, Eurocopter und
Premium Aerotec offen gehandelt –
alles mächtige Konzerne bzw. Konzerntöchter mit bedeutenden
militärischen Produktionsanteilen.
Die Geschäftsstelle Innovationspark wird
neuerdings von Jano von Zitzewitz geleitet, einem hochrangigen
EADS-Manager, den Eurocopter für diesen Zweck freigestellt hat. Im
Hintergrund zieht ein sogenannter Kompetenzrat die Fäden, der von
Manfred Hirt, Gerhard Wiedemann und Stefan Holzamer geleitet wird.
Manfred Hirt war lange Jahre Vorstandsvorsitzender der Augsburger
Renk AG, einer Rüstungsschmiede des MAN-Konzerns, die u.a. Getriebe
für Fregatten und Panzer baut. 2007 wurde Manfred Hirt in Frankreich
zu 18 Monaten Haft auf Bewährung und 100.000 € Geldstrafe
verurteilt wegen illegaler Rüstungsgeschäfte. Zurzeit ist er
stellvertretender Vorsitzender des Förderkreiseses Deutsches Heer –
und wie gesagt – Sprecher des Kompetenzrats des Innovationsparks.
In der Selbstbeschreibung des Förderkreises
Deutsches Heer heißt es: Er wolle „all denjenigen ein Forum …
bieten, die sich umfassend und aktiv der Bundeswehr und hier vor
allem dem Deutschen Heer verpflichtet fühlen. In diesem Verständnis
will der Förderkreis alle Kräfte aus Politik, Gesellschaft und
Öffentlichkeit, Armee, Wirtschaft, Beschaffung sowie Forschung und
Lehre zusammenführen, die sich in besonderer Verantwortung für die
bei allen multinationalen und streitkräftegemeinsamen
Friedensmissionen im Schwerpunkt stehenden deutschen
Landstreitkräften sehen.“
Dies ist ein sehr weitgehendes, militaristisches,
ja im Grunde totalitäres Konzept, das Prof. Hirt da vertritt. Es
mutet schon ziemlich blauäugig an, diesen Vertreter des
Kompetenzrates in die Weiterentwicklung des Leitbildes für den
Innovationspark einzubinden – so beschlossen vom
Wirtschaftsausschuss des Stadtrats am 29. Februar mit der Stimme auch
der Grünen.
Das weitere Mitglied des „Kompetenzrates“,
Gerhard Wiedemann, war lange Jahre Vorstandsvorsitzender der Kuka AG,
früher Panzerschmiede der Familie Quant, jetzt in diverse, weniger
augenfällige militärische Projekte verstrickt. Stefan Holzamer ist
Geschäftsführer der SGL Carbon GmbH in Meitingen, die über eine
Tochterfirma nicht nur am Joint Strike Fighter, dem US-Nuklearbomber
der nächsten Generation arbeitet, sondern mit dem SGL Carbonum als
Sponsor am Zentrum für Weiterbildung und Wissenstransfer (ZWW) an
der Uni tätig ist und auf die Managementausbildung Einfluss nimmt.
Die genannten Rüstungsfirmen sind auch führend
im Unternehmens- und Forschungsverbund Carbon Composites e.V., wobei
hier vielleicht noch Dr. Wolfgang Konrad (MT Aerospace) als
Vorstandsmitglied von CceV erwähnt werden sollte. Er repräsentiert
den OHB-Konzern, der nicht nur am Bau der Arianeträgerrakete
beteiligt ist, sondern auch am geheimen Militärsatellitenprogramm
SAR-Lupe.
Führend
scheint bei allem EADS, bzw. die 100%ige Tochter Premium Aerotec, die
in den vergangenen Jahren eine halbe Milliarde Euro in ihre Werke
investiert hat, um zum führenden Lieferanten sowohl für zivile als
auch für militärische Flugzeugstrukturen zu werden. Premium Aerotec
entwickelte unter den früheren Bezeichnungen MBB und DASA den
Tornado, der als Aufklärer den ersten Einsatz der deutschen
Luftwaffe seit dem Zweiten Weltkrieg über Bosnien bestritt und
seinen ersten Kampfeinsatz während der NATO-Bombardements im Kosovo
hatte, um die serbische Luftabwehr niederzuhalten, im Golfkrieg durch
die Royal Air Force eingesetzt wurde und beim Angriff auf Afghanistan
als ECR-Tornado von Lagerlechfeld aus startete.
Premium
Aerotec ist aktuell der größte Strukturzulieferer für den
Eurofighter, der im verbrecherischen Angriff auf Libyen seinen ersten
Kampfeinsatz flog. Premium Aerotec ist maßgeblich am Bau des
Militärtransporters A400 M beteiligt, dem größten europäischen
Rüstungsprojekt. Ferner entwickelt EADS bzw. Premium Aerotec Drohnen
wie zum Beispiel die Großdrohne Talarion. Die Drohne Barracuda wurde
zum Beispiel weitgehend in Augsburg gebaut.
Damit
schafft diese Firma nicht nur die rüstungstechnologische Basis für
eine beängstigende Militarisierung der deutschen Außenpolitik fern
ab vom Auftrag des Grundgesetzes, sondern stellt auch die Mittel
bereit für eine flächendeckende Überwachung aus der Luft im
Inland, für den menschenrechtlich katastrophalen Drohnenkrieg bis
hin zu Technologien für „Urban Operations“ zur
Aufstandsbekämpfung in den Großstädten.
Unfassbar
ist, dass dies sich ganz wesentlich in unmittelbarer Nähe des alten
Flugplatzes abspielt, wo der NS-Wehrwirtschaftsführer Wilhelm
Messerschmitt 9000 Zwangsarbeiter und KZ-Häftlinge verbrauchte, um
den Standardjäger der Nazis für deren Expansion- und
Eroberungskrieg zu bauen. Nicht hinnehmbar für uns ist, dass eine
Nachfolgefirma der Messerschmitt AG –
mit einem Rüstungsprogramm, das das der NS-Firma um ein Vielfaches
übertrifft –
sich jetzt an die Universität heranmachen will, um deren Ressourcen
zu nutzen. Ja, Premium Aerotec spielt sogar mit dem Gedanken, seine
neue Konzernzentrale auf dem Gelände des Innovationsparks zu
errichten.
Der
Wirtschaftsausschuss des Stadtrats hat im Februar statt einer
Friedensklausel als Leitbild die Ressourceneffizienz beschlossen. Wir
meinen, mit Verlaub: das ist kein Leitbild, sondern eine Technologie.
Dagegen muss man nichts haben, genauso wenig, wie gegen einen
Innovationspark als solchen etwas einzuwenden wäre, wenn er nicht
von der Rüstungsindustrie verseucht wäre und einen Dammbruch bei
der Militarisierung der Universität darstellen würde. Im Kontext
des Friedensziels bedeutet Ressourceneffizienz aber eine reine
Ausweichstrategie. Noch dazu, wenn die Entwicklung des Leitbildes
Ressourceneffizienz einem „Kompetenzrat“ anheimgestellt wird, der
von einem Rüstungslobbyisten angeführt wird.
Es
ist auch fraglich, ob das Leitbild Ressourceneffizienz beim
Wissenschaftszentrum Umwelt gut aufgehoben wäre. Das WZU kooperiert
unter einem Dach mit dem Europabüro des World Environment Center,
einem Zusammenschluss der Umweltdirektoren von 40 multinationalen
Unternehmen mit dem Ziel der Förderung „nachhaltiger
Produktionsweisen“. Zu den Mitgliedsunternehmen des WEC zählt auch
das US-amerikanische Unternehmen Boeing (The Boeing Company), der
weltweit größte Hersteller von zivilen und militärischen
Flugzeugen und Hubschraubern sowie von Militär- und Weltraumtechnik.
Peter
Feininger
Podiumsdiskussion zum Augsburger Innovationspark
Idee und Zukunft des Innovationsparks
16.
Mai 2012
Uhrzeit:
17:30
Raum
2001, Jura (Gebäude H)
Angesichts
der aufkeimenden Debatte um eine mögliche Zivilklausel für die
Universität Augsburg organisiert der AStA der Universität Augsburg
in Zusammenarbeit mit der Initiative friedliche Uni Augsburg eine
Veranstaltungreihe, um möglichst differenziert zur Meinungsbildung
der Studierenden (und aller Interessierten) bei zu tragen.
Zwar
kann die Diskussion um eine Zivilklausel ohne weiteres auch
unabhängig vom Innovationspark geführt werden, doch ist dieser hier
in Augsburg der konkrete Anlass. Bevor man also in eine tiefere
Debatte um eine Zivilklausel eintritt, ist es sinnvoll, sich den
„Innovationspark“, der neben dem Campus der Universität entsteht
und mit welchem auch eine enge Kooperation statt finden soll, genauer
an zu schauen.
Inhalt:
Was
war die Ursprungsidee des Innovationsparkes, wie ist dieses Projekt
entstanden?
Welche
– vielleicht auch gegensätzliche – Ziele verbinden die
unterschiedlichen involvierten Akteure mit diesem?
Wie
sieht der aktuelle Stand der Umsetzung aus?
Welche
Sorgen gibt es, welche Chancen sieht man in der Verwirklichung des
Projektes Innovationspark?
Ablauf:
In
einem ersten Block soll jede_r Diskutant_in die Möglichkeit haben,
in 5 Minuten zur Idee und zu den Zielen des Innovationsparkes seine/
ihre Sicht der Dinge zu schildern.
Nachdem
dem Publikum Raum für Zwischenfragen gestattet wurde, soll in einem
zweiten Block schließlich Platz für eine Diskussion um Bedenken,
Kritik, Chancen und Gestaltungsideen für die Zukunft des
Innovationsparkes sein.
Referent_innen:
Karl
Bayerle (Wirtschaftsreferat)
Peter
Feininger und Karin Berger-Fuchs (Fachforum Nachhaltige
Stadtentwicklung)
Reiner
Erben (Grüne)
Alexander
Süßmair (Die Linke)
Moderation:
Prof. Dr. Christoph Weller (Lehrstuhl für Friedens- und
Konfliktforschung)
Initiativenstraße am 09. Mai
Am 09. Mai wird die Initiative friedliche Uni an der Initiativenstraße des AStA teilnehmen (vor dem Hörsaalzentrum, Vormittags bis circa 15:00 Uhr).
Dies wird auch im Anschluss an die bundesweite Aktionswoche geschehen (siehe post vom 27. April 2012)
Ihr seid alle herzlich eingeladen, vorbei zu schauen, euch zu informieren, Fragen zu stellen und zu diskutieren...
Wir freuen uns auf Euch!
Dies wird auch im Anschluss an die bundesweite Aktionswoche geschehen (siehe post vom 27. April 2012)
Ihr seid alle herzlich eingeladen, vorbei zu schauen, euch zu informieren, Fragen zu stellen und zu diskutieren...
Wir freuen uns auf Euch!
Aufruf zur bundesweiten Aktionswoche "Hochschulen für den Frieden"
Mit den Waffen des Geistes gegen den Geist der Waffen – Hochschulen für den Frieden!
Aufruf zu einer bundesweiten Aktionswoche für Zivilklauseln, 1.-8. Mai 2012
Wir, die Initiative „Hochschulen für den Frieden – Ja zur Zivilklausel“, rufen Studierende, Lehrende, Hochschulmitarbeiter*innen und gesellschaftliche Kräfte auf, sich an der Aktionswoche für zivile und friedliche Wissenschaften vom 1. bis 8. Mai 2012 zu beteiligen und Aktivitäten vor Ort zu initiieren. Mit dem Tag der Arbeit und dem Tag der Befreiung vom deutschen Faschismus stellen wir uns in die Tradition des weltweiten Engagements für die humane und zivile Entwicklung der Gesellschaft.
Gerade in globalen Krisenzeiten: Die Hochschulen stehen in der Verantwortung, zur Lösung der drängenden gesellschaftlichen Probleme beizutragen. Die Ergründung der Ursachen von Kriegen sowie der Bedingungen von Frieden, die Überwindung weltweiter sozialer Ungleichheit und ökologischer Zerstörung, zivile Konfliktbearbeitung und Völkerverständigung, internationale Abrüstung sowie die Konversion von Kriegs- in Friedensproduktion sind dringende Aufgaben, auch für die Wissenschaft. Diese muss für eine nachhaltige und humane Entwicklung und menschenwürdige Gestaltung der Lebensbedingungen weltweit eintreten. Die Abhängigkeit der wissenschaftlichen Einrichtungen von privaten Geldgebern gerade aus dem Bereich der Rüstungsindustrie und des Militärs verdrängt die intellektuellen Bemühungen einer wissenschaftlichen Tätigkeit im Interesse der Allgemeinheit.
Bundesweit stößt die Indienstnahme von Forschung und Lehre für den Krieg zunehmend auf das Engagement von Hochschulaktiven für eine Wissenschaft, die zu einer zivilen, sozialen, demokratischen und nachhaltigen Entwicklung der Gesellschaft beiträgt. Am KIT in Karlsruhe, an der Uni Köln, der FU Berlin und der Uni Frankfurt haben sich bei Urabstimmungen deutliche Mehrheiten der Studierenden für eine strikt zivile und friedenschaffende Orientierung der Wissenschaft (Zivilklausel) ausgesprochen; mehrere Hochschulen haben Zivilklauseln. Die Universität Bremen hat ihre Zivilklausel gerade gegen den Druck eines Rüstungsunternehmens bekräftigt.
Wir rufen bundesweit zu vielfältigen Aktionen zwischen dem 1. Mai und den 8. Mai auf, zu öffentlichen Veranstaltungen, Seminaren, Aufklärungs- und Protestaktionen, Pressekonferenzen und Diskussionen mit Politik und Universität über die gesellschaftliche Verantwortung der Wissenschaft. Mit den Waffen des Geistes gegen den Geist der Waffen können alle kooperativ für eine humane und zivile Gestaltung der Welt lernen, forschen und arbeiten.
Aufruf der Initiative Hochschulen für den Frieden:
Rede zum Augsburger Ostermarsch 2012
Keine Kriegsforschung an Hochschulen! Für eine Zivilklausel an der Universität Augsburg!
Im
Süden der sogenannten „Friedensstadt Augsburg“ entsteht in
unmittelbarer Nähe zum Campus der Universität der Innovationspark.
Dort sollen auf 70 Hektar Forschung, Lehre und Entwicklung einen
gemeinsamen Ort finden. Die Schlüsseltechnik dort sind
Carbonfaserverbundwerkstoffe, die leichter, aber stabiler wie Stahl
sind und sich somit besonders für Fahrzeuge sowohl ziviler aber
gerade auch militärischer Verwendung eignen.
Noch
dazu sollen sich auf dem Innovationspark Firmen ansiedeln, die in der
Rüstungsindustrie tätig sind, z.B. Cassidian, die Rüstungssparte
von EADS, Premium Aerotec oder Renk; aber auch DLR und
Fraunhofer-Gesellschaft sind bekanntermaßen im militärischen
Bereich tätig. Der Innovationspark ist also wohl eher ein
Rüstungspark – in einer Stadt, die sich gerne mit dem Label
Friedensstadt schmückt und dabei vergisst, dass sie bereits jetzt
ein wichtiger Standort für Rüstungsunternehmen ist.
Eine
wichtige Säule des Innovationsparkes ist die enge Zusammenarbeit
zwischen der Privatwirtschaft und den Hochschulen. So sollen DLR und
Fraunhofer-Gesellschaft jeweils eine Stiftungsprofessur an der
Universität stellen und mit mehreren Forschungsgruppen auf dem
Campus tätig sein. Sogar 2 neue Bachelorstudiengänge wurden in
diesem Zusammenhang ins Leben gerufen.
Damit
erreicht sowohl die Verschmelzung von wirtschaftlichen Interessen mit
der Institution Hochschule eine ganz neue Dimension, als auch ihre
Militarisierung.
Diese
Entwicklung in Augsburg entspricht durchaus einem deutschen Trend: so
gab die Bundesregierung im Jahr 2008 ganze 1,1 Milliarden Euro für
Rüstungsforschung an Hochschulen und deren An-Instituten aus. An
insgesamt 27 Hochschulen wird bundeswehrrelevante und wehrtechnische
Forschung durch das Bundesverteidigungsministerium finanziert. Laut
einer kleinen Anfrage der Linken an den Bundestag, an welchen
Hochschulen für die Bundesregierung Militärforschung betrieben
wird, erhielt auch die Uni Augsburg in den Jahren 2003, 2004
Drittmittelzuwendungen durch das Bundesverteidigungsministerium;
Verwendung unbekannt.
Was
genau dort erforscht wurde ist unklar, unterliegt Militärforschung
doch der Geheimhaltung. Wie ist eine solche systematische
Intransparenz an einer öffentlichen Institution möglich? Warum gibt
es keinen Aufschrei der Empörung?
Doch
es regt sich Widerstand. An vielen Universitäten und Hochschulen
wird die Forderung nach einer sogenannten „Zivilklausel“ laut,
mit der sich die Hochschulen auf friedliche und zivile Forschung und
gegen Militärforschung selbst verpflichten. Unter anderem in Bremen,
Oldenburg, Karlsruhe, an der TU Berlin und in Tübingen existieren
solche Zivilklauseln bereits. In Köln und Frankfurt stimmten vor
kurzem die Studierenden mit klarer Mehrheit für eine Zivilklausel.
Auch an der Uni Augsburg wird es Zeit, eine solche Zivilklausel zu
fordern. Wir, die Initiative „friedliche Uni Augsburg“ haben uns
aus diesem Grund formiert, um von studentischer Seite aus dieses
Thema öffentlich zu machen. Dazu brauchen wir die breite
Unterstützung aller Augsburger und Augsburgerinnen!
Rüstungs-
und Militärforschung haben an der öffentlichen und zivilen
Institution der Hochschule nichts zu suchen!
Doch
dass die Hochschulen sich ohne langes Zögern auf einen Deal mit der
Rüstungsindustrie einlassen, ist kaum verwunderlich, angesichts
ihrer finanziellen Notlage, ihrer chronischen Unterfinanzierung, dem
Zwang, im Wettkampf um „Exzellenz“ und Gelder zu bestehen. Die
„Ökonomisierung“ unterwirft die Hochschulen einer unmittelbaren
Verwertungslogik, die weit entfernt von ethischen Selbstreflexionen
und gesellschaftlicher Verantwortlichkeit liegt.
Denn
welche gesellschaftliche Verantwortung trägt die Wissenschaft? Wie
nimmt sie diese heute wahr?
Eine
Zivilklausel ist der erste Schritt in die richtige Richtung - nämlich
eben diese Fragen wieder öffentlich zu diskutieren, die
Unabhängigkeit der Hochschulen zu wahren und unsere demokratischen
Grundsätze aufrechtzuhalten. Universitäten sind weder reine
Ausbildungsmaschinerien, wie es der Bachelor gerne suggeriert, noch
sind sie nur der Hort für „innovative Ideen“, die Deutschlands
internationale Wettbewerbsfähigkeit stärken sollen. Hochschulen
tragen eine Verantwortung für die Beantwortung der aktuellen Fragen
und Probleme unserer Gesellschaft. Ethische Dimensionen dürfen dabei
nicht ausgespart werden!
Eine
Zivilklausel, die Militärforschung verbietet, ist keineswegs eine
Einschränkung der Wissenschaftsfreiheit, wie oft von Gegnern
argumentiert wird. Vielmehr ist die Wissenschaft zunehmend angewiesen
auf Gelder aus der Wirtschaft. Durch eine Zivilklausel wird die
Unabhängigkeit der Hochschulen von Rüstungsforschung und damit die
Wissenschaftsfreiheit erst ermöglicht.
Über
die Rechtmäßigkeit von Krieg wurde und wird schon immer gestritten.
Unstrittig ist, dass Gewalt gegen andere Menschen nicht zu tolerieren
ist.
Doch
wie schon Einstein, zuerst radikaler Pazifist, dann angesichts der
Gefahr durch Hitler Befürworter des Baus der Atombombe, erkannte:
„Man
muß sich klarmachen, daß jene mächtigen Gruppen der Industrie, die
an der Produktion der Waffen beteiligt sind, in allen Ländern einer
friedlichen Regelung der internationalen Streitfragen entgegenwirken
und daß die Regierenden nur dann jenes wichtige Ziel erreichen
können, wenn sie der tatkräftigen Unterstützung der Majorität der
Bevölkerung sicher sind. In unserer Zeit demokratischer
Regierungsform ist das Schicksal der Völker von diesen selbst
abhängig; dessen muß jeder einzelne stets eingedenk sein.“
Es
ist also an uns, als Bürger und Bürgerinnen, als Zivilgesellschaft,
eine Kultur zu schaffen, in der Krieg nicht mehr als legitimes Mittel
der Politik, sondern als deren Ende gesehen wird. Eine Öffentlichkeit
zu schaffen, in der wir nicht mehr die Augen verschließen vor dem,
was direkt vor unserer Nase zur Vorbereitung von Kriegen geschieht,
sondern offen legen, diskutieren und anprangern, was ethisch
verwerflich ist.
Universitäten
als öffentliche und zivile Institutionen, als Ort der Bildung und
der Erkenntnissuche dürfen sich nicht für militärische Zwecke
vereinnahmen lassen!
Dies
laut zu fordern, ist es jetzt an der Zeit.
Pax Christi unterstützt die Forderung nach einer Zivilklausel
29.3.2012
pax
christi Augsburg unterstützt
Forderung
nach Zivilklausel an der Universität Augsburg
Die Stadt Augsburg versucht seit Jahren
ihr Profil als Stadt des Friedens zu entwickeln. Dazu wurden einige
Akzente gesetzt. So wird regelmäßig ein inzwischen überregional
wahr- genommener Friedenspreis der Stadt Augsburg ausgelobt, die
Stadt ist Mitglied bei den Mayors for Peace, der Augsburger
Friedenstag hat nationale Bedeutung, ein Projektbüro „Frieden und
Interkultur“ ist fest installiert und viele gesellschaftliche
Friedensinitiativen haben ihren festen Platz in der Augsburger
Bürgergesellschaft. Und das ist gut so.
Dieses städtische Friedensleitbild
gilt es zu festigen und weiter zu entwickeln. In diesem Zusammenhang
ist für uns von pax christi auch die Diskussion um eine Zivilklausel
zur Verhinderung einer universitären Verknüpfung mit der
Rüstungsforschung an der Universität Augsburg zu sehen. Wir fordern
die Stadt auf, sich bei der Universität für ein klares Ja zur
Einführung einer solchen Klausel einzusetzen. Erst eine solche
Selbstverpflichtung, nur für zivile, d.h. nicht-militärische Zwecke
zu forschen, wird dem Anspruch einer Friedensstadt gerecht. Gerade
freie Wissenschaft muss sich der Frage nach den ethischen Maßstäben
stellen, der Frage wozu und wofür geforscht wird. Die städtische
Politik muss hier Zeichen setzen, um glaubwürdig eine Friedensstadt
zu sein, in der für den Frieden produziert und geforscht wird. Wenn
im Innovationspark Raum gegeben wird für Militärforschung - offen
oder verdeckt – und gar Rüstungsproduktion, so ist dies mit dem
städtischen Friedensanspruch unvereinbar.
Als internationale katholische
Friedensbewegung unterstützen wir alle Initiativen, die sich für
eine Zivilklausel an der Universität Augsburg einsetzen. Einige
deutsche Universitäten haben sich selbst dieser Verpflichtung
bereits unterzogen. Wir hoffen sehr, dass sich die Universität
Augsburg dieser anschließt. So kann die Zielrichtung nur sein:
Einführung einer Zivilklausel, jetzt
und hier in Augsburg.
f.d. Vorstand
Christian Artner-Schedler
(Referent für Friedensarbeit)
pax christi
Bistumsstelle Augsburg, Ottmarsgässchen 8, 86152 Augsburg
Tel. 0821 517751 –
E-mail: augsburg@paxchristi.de
- www.augsburg.paxchristi.de
Aufruf zum Ostermarsch 2012
Liebe Freunde,
am Samstag, 07.04.2012 findet ab 12 Uhr am Rathausplatz der Ostermarsch 2012 statt. Zunächst gibt es mehrere Kundgebungen (u.a. auch eine von uns), bevor gemeinsam zu einer Demonstration durch die Augsburger Innenstadt aufgebrochen wird.
Veranstaltet wird der Ostermarsch von der AFI - der Augsburger Friedensinitiative - einem losen Zusammenschluss von Organisationen und Einzelpersonen, welche sich für den Frieden engagieren und denen die Einführung einer Zivilklausel an der Uni Augsburg ein sehr wichtiges Anliegen ist.
Wir freuen uns auf euer kommen!
Nähere Infos zur AFI: http://www.augsburger-friedensinitiative.de/
am Samstag, 07.04.2012 findet ab 12 Uhr am Rathausplatz der Ostermarsch 2012 statt. Zunächst gibt es mehrere Kundgebungen (u.a. auch eine von uns), bevor gemeinsam zu einer Demonstration durch die Augsburger Innenstadt aufgebrochen wird.
Veranstaltet wird der Ostermarsch von der AFI - der Augsburger Friedensinitiative - einem losen Zusammenschluss von Organisationen und Einzelpersonen, welche sich für den Frieden engagieren und denen die Einführung einer Zivilklausel an der Uni Augsburg ein sehr wichtiges Anliegen ist.
Wir freuen uns auf euer kommen!
Nähere Infos zur AFI: http://www.augsburger-friedensinitiative.de/
Unentschieden beim Streit um eine städtische Zivilklausel für den Innovationspark
Mit einem Patt von 6:6 Stimmen konnte in der Sitzung des Wirtschaftsausschusses am 29. Februar der Beschluss von CSU, CSM und Pro Augsburg abgelehnt werden, in welchem es heißt: "Eine Zivilklausel für den Innovationspark Augsburg wird derzeit nicht befürwortet". Verhindert wurde dies durch die Grünen, SPD und Freien Wählern.
Damit ist das Thema "Zivilklausel" auf städtischer Ebene erstmal - wenn auch knapp - nicht vom Tisch. Stattdessen, heißt es, wird die Entwicklung an der Universität Augsburg beobachtet, wie sie sich positionieren wird.
Genaure Details gibt es hier:
http://www.forumaugsburg.de/s_6kultur/Wissenschaft/120313_kommunale-zivilklausel/artikel2.pdf
Damit ist das Thema "Zivilklausel" auf städtischer Ebene erstmal - wenn auch knapp - nicht vom Tisch. Stattdessen, heißt es, wird die Entwicklung an der Universität Augsburg beobachtet, wie sie sich positionieren wird.
Genaure Details gibt es hier:
http://www.forumaugsburg.de/s_6kultur/Wissenschaft/120313_kommunale-zivilklausel/artikel2.pdf
Veranstaltungsreihe 2012
Ausgangspunkt für diese Diskussion bildet einerseits der Augsburger Innovationspark und zum anderen die Zivilklauselbewegungen an anderen Universitäten. Die Einführung einer solchen Klausel wird kontrovers diskutiert und soll durch die einzelnen Veranstaltungen unter den verschiedenen Aspekten beleuchtet werden.
Idee und Zukunft des Innovationsparks
Was ist der Innovationspark? Was erwartet uns mit diesem? Wohin soll er sich entwickeln? Handelt es sich beim Innovationspark gar um einen Rüstungspark?
PODIUMSDISKUSSION
Moderation Prof. Dr. Christoph Weller
Mittwoch, den 16. Mai 2012 um 17.30 Uhr im Raum 2001 (Juristische Fakultät)
Eine Dokumentation dieser Veranstaltung veröffentlichte das Forum solidarisches und friedliches Augsburg:
http://www.forumaugsburg.de/s_6kultur/Wissenschaft/120606_podiumsdiskussion-uni-innovationspark-1/artikel1.pdf
http://www.forumaugsburg.de/s_6kultur/Wissenschaft/120607_podiumsdiskussion-uni-innovationspark-2/artikel2.pdf
Zivilklausel und Dual-Use-Problematik
Sind nicht alle wissenschaftlichen Erkenntnisse militärisch nutzbar? Wie wird in diesem Zusammenhang eine Zivilklausel umgesetzt?
VORTRAG
mit Ralf Streibl (Uni Bremen)
Dienstag, den 5. Juni 2012 um 18.00 Uhr im Raum 2045N (Informatik)
Zwischen Ethik und Wirtschaftlichkeit - Die Rolle der Universität
in der Gesellschaft
Drittmittelabhängigkeit oder kritische Reflexion? Welche ethische Verantwortung trägt die Wissenschaft? Widerspricht Rüstungsforschung dem zivilen Status der Universität? Wo stehen wir und wo wollen wir hin?
PODIUMSDISKUSSION
mit Prof. Sabine Doering-Manteuffe (Präsidentin der Universität Augsburg), Prof. Reiner Keller (Lehrstuhl Soziologie UA), Prof. Siegfried Horn (Institut für Material and Ressource Management), Nadja Brach* (Karlsruher Institut für Technologie, Initiative gegen Militärforschung an Universitäten), Michael Lippok (Initiative friedliche Uni Augsburg)
Moderation Prof. Dr. Christoph Weller
Donnerstag, den 21. Juni 2012 um 18.00 Uhr im Hörsaal 1009 (Juristische Fakultät)
Zivilklausel vs. Militarisierung. Was leistet eine Zivilklausel?
Findet eine Militarisierung der Gesellschaft statt? Was ist eine Zivilklausel und ist sie ein Gegenmittel? Was bedeutet das für uns und die Uni Augsburg?
VORTRAG
mit Christoph Wiesner (Uni Frankfurt)
Montag, den 25. Juni 2012 um 17.30 Uhr im Raum 1010 (Juristische Fakultät)
Im Zusammenarbeit mit dem AStA der Uni Augsburg
Konventsbeschlüsse zur "Zivilklausel"
In einer außerordentlichen Konventssitzung am 22.12.11 wurden im studentischen Konvent 2 Beschlüsse die Diskussion um eine Zivilklausel betreffen abgestimmt.
Der erste erteilt dem AStA, insbesondere dem HoPo-Referat und dem Sprecherrat den Auftrag, sich um die Politisierung der Studierendenschaft zum Thema Zivilklausel zu bemühen.
Der zweite richtet an die studentische Vertreterin in der erweiterten Universitätsleitung die Bitte, sie möge sich dort für die Bildung einer Kommission einsetzen, welche - interfakultär (bzw. aus den 3 "Körben" Math-Nat., Jura-Wiwi und den Phil-Fakultäten) und mit VertreterInnen aus allen Statusgruppen paritätisch besetzt - eine Zivilklausel diskutiert und eine mögliche Formulierung erarbeitet.
So soll die Diskussion von studentischer Seite angeregt werden.
Der erste erteilt dem AStA, insbesondere dem HoPo-Referat und dem Sprecherrat den Auftrag, sich um die Politisierung der Studierendenschaft zum Thema Zivilklausel zu bemühen.
Der zweite richtet an die studentische Vertreterin in der erweiterten Universitätsleitung die Bitte, sie möge sich dort für die Bildung einer Kommission einsetzen, welche - interfakultär (bzw. aus den 3 "Körben" Math-Nat., Jura-Wiwi und den Phil-Fakultäten) und mit VertreterInnen aus allen Statusgruppen paritätisch besetzt - eine Zivilklausel diskutiert und eine mögliche Formulierung erarbeitet.
So soll die Diskussion von studentischer Seite angeregt werden.
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