Wir sind eine Initiative, die sich für die Einführung einer Zivilklausel, also einer freiwilligen Selbstverpflichtung zu ausschließlich ziviler und friedlicher Forschung an der Universität Augsburg einsetzt.
Videobeitrag Zivilklausel
Aus Koblenz hat uns ein spannender Videobeitrag zu Zivilkauseln an Unis und Hochschulen erreicht:
"Zivilklausel an Hochschulen? Anregungen zu einem friedenspolitischen Dialog an Universitäten und Hochschulen."
Viel Spaß damit!!
http://vimeo.com/74936737
Wahlprüsteine zur Bundestagswahl
Auch für die Bundestagswahl gibt es nun Stellungnahmen zur Zivilklausel und zu verwandten Themen! Auf die Fragen der Initiative Hochschulen für den Frieden - Ja zur Zivilklausel! antworteten zahlreiche Parteien.
Die Antworten sind unter folgendem Link nachzulesen:
http://www.zivilklausel.de/
Wahlprüftsteine zur bayer. Landtagswahl 2013
Im Juni hat die Initiative Friedliche Uni Augsburg an acht Parteien sog. Wahlprüfsteine verschickt. Darin werden die Befragten gebeten sich konkret und in prägnanter Weise zu Fragen aus einem bestimmten Themenbereich zu äußern und ihre Position darzulegen. Angefragt haben wir die ÖDP, B90/Die Grünen, FDP, FreieWähler, Die LINKE, Piraten, CSU, FDP und SPD.
Bis zum 1. August 2013 erhielten wir von den Freien Wählern, der Linken, den Grünen und der ÖDP Antworten. (BayernSPD und FDP kamen erst verspätet an)
Die übrigen Parteien schienen wohl zu sehr mit Wahlkampf beschäftigt zu sein, um sich mit Inhalten abzugeben.
[1]Geht sogar noch weiter, will Beschränkung auf Naturkatastrophen um eine Umdeutung von sozialen Unruhen in 'Katastrophe' nicht einen Militäreinsatz möglich macht
Die von der Initiative gestellten Fragen lauteten:
Bis zum 1. August 2013 erhielten wir von den Freien Wählern, der Linken, den Grünen und der ÖDP Antworten. (BayernSPD und FDP kamen erst verspätet an)
Die übrigen Parteien schienen wohl zu sehr mit Wahlkampf beschäftigt zu sein, um sich mit Inhalten abzugeben.
| Fragen / Parteien | 1. Frage | 2. Frage | 3. Frage | 4. Frage | 5. Frage | 6. Frage | 7. Frage | 8. Frage | 9. Frage | 10. Frage |
| Freie Wähler | - | + | +/- | - | - | - | +- | - | - | - |
| Die LINKE | + | + | + | + | + | + | +*[1] | + | + | + |
| Bündnis90/Die Grünen | - | - | + | - | - | - | + | + | + | + |
| ÖDP | k.A. | + | + | - | k.A. | + | + | + | k.A. | + |
| BayernSPD | - | + | + | k.A. | k.A. | k.A. | k.A. | k.A. | k.A. | k.A. |
| FDP | - | - | - | - | - | - | + | - | - | - |
| CSU | - | - | - | - | - | - | - | - | - | - |
Die von der Initiative gestellten Fragen lauteten:
- Aufnahme einer allgemeinen Zivilklausel ins bayerische Landeshochschulgesetz
- Aufnahme einer Transparenzklausel ins bayerische Landeshochschulgesetz, die eine Universität verpflichtet alle Drittmittelprojekte bzgl. Zielsetzung, Auftraggeber und Finanzvolumen offenzulegen
- Ergänzung von neu geschaffenen Satzungen um eine Zivil- und Transparenzklausel für alle zukünftigen Wirtschaftsförderungsprojekte mit Beteiligung des Freistaats oder seiner Kommunen
- Beteiligung an Sonderforschungsvorhaben mit militärischen oder rüstungsrelevanten Inhalten beenden, einschließlich der Forschung für den schwer zu trennenden Bereich der zivilen Sicherheitsforschung
- Aufgabe sämtlichen Engagements, sowohl auf nationaler wie internationaler Ebene im Bereich Cyber-Warfare, Auflösung der entsprechenden Abteilung "Computernetzwerkoperationen" bei der Bundeswehr
- Forderung erheben und diese in allen Gremien einbringen: Kein Mandat der Bundeswehr für weitere Auslandseinsätze oder die Verlängerung bestehender Auslandseinsätze zu geben. Des weiteren bereits laufende Auslandseinsätze zu beenden und den geregelten Abzug aller bundesdeutschen Truppen zu beginnen
- Beschränkung des innerdeutschen Einsatzes der Bundeswehr auf Amtshilfeersuchen bei Katastropheneinsätzen
- Sofortige Aufkündigung des Kooperationsvertrags des bayerischen Kultusministeriums mit der Bundeswehr zur schulischen Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften und Schüler_innen
- Ablehnung der Beschaffung von bewaffneten und unbewaffnete Drohnen für die Bundeswehr, ebenso auch für die zivile Ausrüstung von Drohnen für Polizei, Zoll und Bundesgrenzschutz
- Eintreten für den nationalen und internationalen Stopp von Rüstungsexporten, einschließlich Einzelteilen von Rüstungsgüter, sowie auch von Informationstechnologie, die dazu geeignet ist Telekommunikation zu überwachen, zu zensieren, die freie Meinungsäußerung einzuschränken oder die grundsätzlich Wahrnehmung der Menschenrechte einengt
Stellungnahme Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW)
Für Zivilklauseln in Satzungen und Leitbildern aller Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie in den LandeshochschulgesetzenDirektlink (PDF)
- Die GEW setzt sich dafür ein, dass in Satzungen und Leitbildern aller Hochschulen und Forschungseinrichtungen sowie in den Landeshochschulgesetzen Zivilklauseln verankert werden. Sie fordert die Einrichtung von durch die Hochschulsenate zu wählenden
- Kontrollgremien für die Einhaltung der Zivilklauseln.
- Die GEW fördert die öffentliche Diskussion über Drittmittelforschung an Hochschulen und Forschungseinrichtungen, deren Ergebnisse militärisch genutzt werden können, und arbeitet dabei mit anderen Organisationen der Zivilgesellschaft zusammen. Die GEW unterstützt Engagement und Initiativen für Zivilklauseln und gegen die Militarisierung von Forschung, Wissenschaft und Lehre.
- Die GEW fordert die Aufhebung von Fachrichtungen und Studiengängen, die auf
- Rüstungsforschung und militärisch nutzbarer Forschung aufbauen.
- Die GEW unterstützt Bestrebungen zur Etablierung von Friedensforschung und
- entsprechender Lehre an Hochschulen und Forschungseinrichtungen und beteiligt sich an der Erstellung entsprechender Konzeptionen.
- Die GEW fordert alle Beschäftigten von Hochschulen und Forschungseinrichtungen auf, sich aktiv und kritisch mit Ambivalenzen des eigenen Fachgebietes und möglicher Forschungsthemen auseinanderzusetzen und Forschungsthemen mit militärischen Nutzungsbezügen bzw. Zielsetzungen abzulehnen sowie entsprechende Mittel oder andere Angebote zurückzuweisen. Die GEW ruft darüber hinaus alle Studierenden auf, sich aktiv und kritisch mit Ambivalenzen ihres Studienfaches auseinanderzusetzen. Die Hochschulen sollen hierzu entsprechende Veranstaltungsangebote unterbreiten.
- Die GEW unterstützt in Zusammenarbeit mit den Personal- und Betriebsräten Beschäftigte an Hochschulen und Forschungseinrichtungen, die eine Mitarbeit an Projekten zu Rüstungsforschung und militärisch nutzbarer Forschung ablehnen.
Stellungnahme der Stadtratsgruppe DIE LINKE
DIE LINKE Stadtratsgruppe unterstützt die Forderung der Studentischen Vollversammlung der Universität Augsburg, eine Zivilklausel in den Statuten der Brecht-Uni zu verankern. Durch eine solche Klausel wird Forschung mit Hilfe von Geldern und Einrichtungen der Uni zu Rüstungszwecken unterbunden.
Hierzu gibt es unterschiedliche Einschätzungen: Die Kapitalseite sieht ohne die Beteiligung von Rüstungskonzernen wie Renk und premium aerotec die Wertschöpfung beeinträchtigt, die neue Unipräsidentin Doering Manteufel hingegen meint, dass die Uni so breit aufgestellt sei, dass sie nicht völlig von Drittmitteln aus der Industrie abhängig sei. Wenn Letzteres stimmt, wäre es zweifellos sinnvoller etwa die Konversion, Umwandlung von Forschung für zivile Zwecke als innovative Aufgabe zu begreifen.
Und ohne Zweifel ist eine Zivilklausel gut für das Ansehen der Bert-Brecht-Uni als humanistischen Werten verpflichtete Einrichtung. Das gleiche gilt für das Ansehen Augsburg als „City of Peace“. Wir fordern deshalb die Gremien der Universität auf, eine solche Zivilklausel zu beschließen.
Stellungnahme Friedens- und Konflikforschung
Unten folgend eine Stellungnahme zur Zivil- und Transparenzklausel von Studierenden des Studiengangs Friedens- und Konfliktforschung.
Alle reden vom Frieden, wir nicht! –
Eine Zivilklausel für die Universität Augsburg!
Das
Hohe Friedensfest der Stadt Augsburg 2012 gab die Richtung vor, nicht mehr nur
zu reden, sondern auch zu handeln. Zum Frieden tragen nicht diejenigen bei, die
nur friedsam sind und schweigen, sich allein im Alltag moralisch angemessen
verhalten. Der Frieden will geschaffen werden und er fordert ein klares
Bekenntnis und eine streitbare Zivilbevölkerung, die sich beharrlich um Frieden
bemüht und in den Institutionen dieser Gesellschaft eine kritische
Auseinandersetzung mit Gewalt und Krieg ermöglicht.
Artikel in der Augsburger Allgemeinen (25.06.2013)
Am Dienstag, 25.06.2013 hat die Augsburger Allgemeine im Campusteil einen großen Artikel über den momentanen Stand der Debatte um die Einführung einer Zivilklausel abgedruckt. Auch der Kommentar äußert sich zu dem Thema und fordert die Universitätsleitung ausdrücklich auf, die Debatte nicht länger auszusitzen und in einen aktiven Diskurs über die Thematik zu treten.
Kath.-Theologische Fakultät und Studentischer Konvent der Universität Augsburg fordern Einführung einer Friedensklausel
Der Studentische Konvent der
Universität Augsburg hat sich in seiner Sitzung vom 15. Mai 2013 für
die Einführung einer zuvor vom Fakultätsrat der
Katholisch-Theologischen Fakultät (KThF) verabschiedeten
Friedensklausel in die Präambel der Grundordnung der Universität
Augsburg ausgesprochen.
Herzliche Einladung zu den kommenden Veranstaltungen
Die IFUA lädt herzlich zu folgenden Veranstaltungen ein:
Donnerstag, 06. Juni, 17.15 Uhr, HS I:
Podiumsdiskussion 'Zivilklausel' mit den Spitzenkandidat_innen der Hochschulwahlen
Zivilklausel: Beschränkung oder Bereicherung?
Bundestagsabgeordneter kritisiert Unipräsidentin und unterstützt Forderung nach einer Zivilklausel an der Universität Augsburg
Im Rahmen eines Vortrages der Grünen Hochschulgruppe Augsburg (GHG) zum Thema „Verantwortung für Frieden oder Krieg“ forderte Uwe Kekeritz, Bundestagsabgeordneter der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und Mitglied des Ausschusses für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, in der vergangenen Woche mit klaren Worten die aktive Unterstützung der bundesweiten Zivilklauselbewegung, die sich für die Einführung von sog. Zivilklauseln einsetzt, also Selbstverpflichtungen von Hochschulen fordert, ausschließlich für friedliche und zivile Zwecke zu forschen und zu lehren.
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